Warum Schizophrenie oft missverstanden wird
Shownotes
Schizophrenie gehört zu den am meisten missverstandenen psychischen Erkrankungen und ist von zahlreichen Vorurteilen und falschen Annahmen geprägt. Deswegen spreche ich in dieser Folge mit Professor Kerem Böge, um über Schizophrenie aufzuklären. Er ist psychologischer Psychotherapeut, Leitender Psychologe an der Charité und Leiter des Forschungsbereichs Schizophrenie und Psychosen an der Charité und auch an der Medizinischen Hochschule Brandenburg tätig.
Es geht darum, wie Schizophrenie tatsächlich erlebt wird, welche Symptome auftreten können und was die Forschung über die Ursachen weiß. Außerdem geht es um moderne Behandlungsmöglichkeiten, den Umgang mit Betroffenen und die Frage, warum auch der Begriff „Schizophrenie“ zunehmend kritisch diskutiert wird.
Quellen:
https://bridges.charite.de/was_ist_schizophrenie
https://www.bptk.de/psychische-krankheiten/schizophrenie/
Produktion: Serdar Deniz Redaktion: Christine van den Berg
"Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen" ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Transkript anzeigen
00:00:00: Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung und nach wie vor mit einem enormen Stigma verbunden.
00:00:05: Zum Beispiel habe ich in dem Film immer wieder gehört, Schizophreni bedeutet eine gespaltene Persönlichkeit – obwohl das so ja gar nicht stimmt!
00:00:13: Dass das Wort übersetzt «so viel wie Spaltung der Seele» bedeutet, ist dabei natürlich wenig hilfreich.
00:00:19: Auch unter Fachleuten wird der Begriff inzwischen durchaus kritisch diskutiert, weil er die Erkrankung eigentlich gar nicht zutreffend beschreibt….
00:00:26: All das zeigt, wie wichtig Aufklärung in Bezug auf Schizophrenie ist und deswegen sprechen wir in dieser Folge genau über dieses Thema.
00:00:34: Mein Name ist Christine van den Berg.
00:00:36: Schön, dass ihr wieder bei einer neuen Folge Aha mit dabei seid!
00:00:40: Aha –
00:00:42: zehn Minuten
00:00:43: Alltagswissen
00:00:45: Ein Podcast von Welt.
00:00:50: Um mit all den Missverständnissen rund um Schizophrenien aufzuräumen habe ich heute Professor Kerem Böger eingeladen.
00:00:56: Er ist psychologischer Psychotherapeut, leitender Psychologe an der Charité und Leiter des Forschungsbereichs Schizophrenie- und Psychosenan der Charität.
00:01:05: Und auch an der medizinischen Hochschule Brandenburg tätig.
00:01:08: Wir sprechen unter anderem darüber wie Betroffene die Erkrankungen erleben welche Ursachen es gibt und wie sich Schizophrenien behandeln lässt.
00:01:17: Schön dass Sie da sind!
00:01:18: Ja herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:20: ich habe mich sehr gefreut.
00:01:22: Dem Begriff Schizophrenie, den haben sicherlich sehr viele Menschen schon gehört aber können sich vielleicht gar nicht so viel darunter vorstellen.
00:01:28: Deswegen würde ich gerne einmal zuerst klären wie zeigt sich denn Schizophreni und was erleben Betroffene der Erkrankung?
00:01:36: Ich glaube zunächst ist erstmal wichtig zu verstehen dass wir eigentlich von einem psychose Spektrum sprechen oder auch dem Schizophreniespektrum und die Schizophrenis dort letztendlich Bekannteste Erkrankungen, aber es gibt auch eine weitere Anzahl an Erkrankungen wie die schizoeffektive Störung und die wahnhafte Störung.
00:01:54: Und letztendlich ist die Schizophrenie sehr vielfältig weil Menschen zum Beispiel mit der gleichen Diagnose Schizophrenien können die Krankheit ganz unterschiedlich erleben Und am prägnantesten oder auch bekanntesten sind die sogenannten psychotischen Symptome.
00:02:08: Also Menschen hören zum Beispiel Stimmen, die aber andere, die jetzt in dem Raum werden nicht hören würden.
00:02:13: sie entwickeln Überzeugungen, die vielleicht von anderen nicht geteilt werden etwa dem Gefühl verfolgt zu werden Beobachtet zu werben und manche Menschen erleben auch das zum Beispiel neutrale Dinger die sie sehen, plötzlich eine größere Bedeutungszuschreibung bekommen.
00:02:30: Also man sitzt abends vom Fernseher und schaut und man hat wirklich das Gefühl dass die Nachrichten ganz persönlich ein Allenein adressiert sind.
00:02:39: Das heißt sie bekommen eine höhere Bedeutsungszusschreibung, eine höre Salienz.
00:02:43: Wichtig aber ist es für die Betroffenen all dieses Erleben sich extrem real anführt.
00:02:48: Die sind dann auch überzeugt verfolgt zu werden und daraus entsteht eben eine Angst, die für die Person in dem Moment völlig real ist aber vielleicht von anderen Menschen nicht so geteilt werden kann.
00:03:00: Neben diesen sehr bekannten Symptomen kommt viele weitere Symptome hinzu.
00:03:04: also einige fühlen sich zum Beispiel mit weniger Antrieb Sie haben weniger Freude, sie haben Schwierigkeiten in soziale Interaktionen zu treten.
00:03:13: Sie merken das die Alltagstrukturgierung schwerfällt.
00:03:16: und bei diesem Komplex an Symptomen, da sprechen wir von den sogenannten Negativsymptomen.
00:03:22: In diesem pluralen Bild gibt es aber dann eine kleinere Gruppe an Patienten, die zum Teil noch Konzentration und Gedächtnisprobleme haben Und dazu können dann auch noch depressive Symptome eine Rolle spielen.
00:03:33: Es können ängstliche Symptomen eine Rolle spielt, sodass diese bekannten Halluzination und Warenvorstellungen die sie angesprochen haben wie oft in den Medien so dargestellt werden im Film- und im Fernsehen eben neben allen anderen Symptomen noch dabei
00:03:46: stehen.".
00:03:46: Also nachdem was Sie erzählen kann ich mir vorstellen das ist den Alltag von Betroffenen stark beeinflusst?
00:03:53: Was wissen Sie denn über die Ursachen?
00:03:55: also woher kann es kommen?
00:03:57: Vom aktuellen Stand der Forschung müssen wir sagen, es gibt nicht die eine kausale Erklärung sondern wir gehen viel mehr mittlerweile davon aus und das ist bei vielen psychiatrischen Erkrankungen der Fall dass wir ein Zusammenspiel haben aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren.
00:04:12: Wir wissen auch, dass zum Beispiel bei der Schizophrenie sicherlich die genetische Komponente einer etwas höherer Rolle spielt aber es bedeutet nicht, dass es einen Schizophreni-Gen oder so etwas gibt Sondern die Menschen vererben eine gewisse Anfertigkeit Eine Vulnerabilität könnte man sagen und diese Vulnerbilität muss nicht dazu führen, dass man die Schizophrenie entwickelt.
00:04:33: Man kann auch dann eine höhere Anfälligkeit für andere psychiatrische Erkrankungen haben.
00:04:37: Deswegen ist ein viel hilfreicheres Modell das sogenannte Vulnerabilitäts-Stressmodell und Vulnerbilität bedeutet Verletzlichkeit, Anfälligkeit die wir alle zu einem gewissen Grad haben.
00:04:49: Und manchmal erkläre ich das gerne mit so dem Bild eines Fasses oder einem Rucksack Wir alle haben einen Fass, wir alle haben ein Rucksacks und wir tragen dieses Fass diesen Rucksac mit uns herum.
00:05:00: aber von uns allen ist dieser Rucksak oder dieses fass unterschiedlich groß und es fühlt sich auch unterschiedlich still.
00:05:06: Bei manchen Menschen kommen einige Belastungen hinzu und dieses Fass dieser Rucksack nimmt schneller zu, überfüllt sich und läuft über.
00:05:14: Und bei anderen ist das letztendlich weniger!
00:05:16: Bei den Schizophrenien.
00:05:17: letztendlich ist das so und auch anhand zichertischen Störungen, dass dort der Rucksack gefüllt werden kann durch anhaltenden Stress.
00:05:24: Durch traumatische Lebenserfahrungen, durch Schlafmangel oder dem Konsum von bestimmten Substanzen neben vielen anderen Faktoren.
00:05:32: Wir sehen zum Beispiel mittlerweile mit neuen Erkenntnissen, dass der regelmäßige Konsum vor allem vom hochpotenten Cannabis mit einem erhöhtem Risiko einhergeht, sichertische Erkrankungen eben zu entwickeln.
00:05:44: Und letztendlich sehen wir also, dass wir eine gewisse Vulnerabilität haben.
00:05:47: Mehrere Faktoren zusammenkommen die dann irgendwann dazu führen das das Fass oder der Rucksack überläuft und dann letztendig diese psychotischen Symptome entstehen.
00:05:58: Also wenn wir so darüber sprechen dann stelle ich mir diese Stimmen immer negativ vor.
00:06:02: aber können das auch nette Stimmen
00:06:04: sein?
00:06:06: Absolut!
00:06:06: Also gut dass sie da nochmal drauf eingehen denn Stimmen hören an sich bedeutet nicht unbedingt eine Diagnose Und bedeutet auch nicht, dass man eine Schizophrenie unbedingt hat.
00:06:16: Menschen besprechen auch von Stimmenhören in anderen Kontexten.
00:06:19: Es gibt eine Reihe von so epidemiologischen Studien die zeigen das bis zu zehn-zwanzig Prozent in der Gesellschaft schon mal Stimmen gehört haben.
00:06:27: Das ist also gar kein unübliches Phänomen!
00:06:29: Viel wichtiger ist letztendlich dann die Frage was hört man für Stimmen?
00:06:33: Wie erlebt man die Kontrollierbarkeit dieser Stimmen, wovor ortet man diese Stimmen?
00:06:38: Fügt jemand anderes Stimmen in meinen Kopf hinein?
00:06:41: Sind das vielleicht Gedanken von mir, die laut werden auch hier.
00:06:44: Würde ich sagen wollen, dass kann ganz unterschiedlich von Personen erlebt werden und viele Menschen berichten auch von positiven Stimmen denen zu sprechen, die ihnen Mut zusprechen, die sie im Alltag unterstützen.
00:06:55: Und für uns letztendlich auch aus einer klinischen Perspektive ist es wichtig ob die Menschen darunter leiden Ob dadurch Stress entsteht, ob da durch negative Einflüsse entsteht.
00:07:05: Das ist ein schönes Beispiel.
00:07:06: was ihr deswegen genannt haben von unserem alltäglichen Erleben ist etwas ganz Natürliches, was in der Gesellschaft verteilt ist.
00:07:13: Um dann ein kleines anderes Beispiel zu geben – wir sprechen oft über Warenvorstellungen – auch hier könnte man sagen dass auch abgestufte Formen von solchen Erlebten also von Überzeugungen die kaum korrigierbar sind oder von wenig andern geteilt werden entlang eines langen Continiums in der gesellschaft zu finden sind.
00:07:33: bei mehr als zwanzig bis dreißig Prozent.
00:07:35: Wie wird denn Schizophrenie behandelt?
00:07:37: Ist das eine Mischung aus Psychotherapie und Medikamenten?
00:07:41: Ja, das bringt es noch ziemlich gut auf den Punkt.
00:07:43: Also wir haben in Deutschland eine sehr gute wissenschaftlich fundierte Leitlinie die da ganz umfangreich Forschung mit inkludiert hat und sie besteht im größten Teilen aus drei Säulen und Sie haben sie gerade schon genannt, die Medikamenteuse oder auch die pharmakologischen Interventionen.
00:07:57: Es sind psychotherapeutische Intervention und psychosoziale Intervention, die hier im Dreiklang zusammenkommen sollten.
00:08:04: Es hat auch etwas mit der Phase der Krankheit zu tun.
00:08:07: es gibt eben eine Akutphase in der sicherlich dann die pharmacologische Intervenzion an etwas höher Gewichterung spielt.
00:08:13: wir haben aber auch eine große Brandweite mittlerweile ein psychotherapeutischem Verfahren.
00:08:18: dazu gehört die kognitive Verhaltenstherapie metacognitiv basierte Ansätze achtsamkeitsbasier Ansätze neben vielen, vielen weiteren, die dabei helfen letztendlich mit diesen Symptomen wie Stimmenhören, Halluzinationen.
00:08:33: Mit Stress und Frühwahnzeichen umzugehen.
00:08:36: Es gibt mittlerweile digitale Ansätze, die diese Therapien mit unterstützen können.
00:08:41: Wir haben eine dritte wichtige Säule der psychosozialen Interventionen also Familieninterventionen Ergotherapie Unterstützung um wieder in die gesellschaftliche Teilhabe zu kommen.
00:08:52: Also die Schizophrenie oder auch andere zichertische Störungen werden multidisziplinär behandelt also ein Dreiklang vor allem.
00:09:01: Und was ich noch besonders schön finde, was in den letzten Jahren immer eine größere Rolle spielt ist das sogenannte Peer-Angebot.
00:09:07: Also man bekommt Unterstützung von Menschen die selbst psychische Krisen erlebt haben und die selbst Psychosen erlebt haben.
00:09:14: Die bringen eine Form des sogenannten Erfahrungswissens mit, die wir zum Beispiel so als Professionelle nicht haben und dann diese Menschen unterstützen
00:09:21: können.".
00:09:22: Was können denn Menschen im Umfeld tun wenn sie jetzt wissen Sie haben mit einer Person zu tun, die von Schizophrenie betroffen ist?
00:09:29: Also das hängt erst mal ganz grundsätzlich sehr stark davon ab, was für Symptome letztendlich der Mensch erlebt.
00:09:35: Weil die ja eben so unterschiedlich sein können.
00:09:37: Aber zentral ist jetzt endlich zu schauen wie ist das Erleben der Person in dem Moment?
00:09:42: Berichtet sie von Ängsten und Misstrauen?
00:09:45: sind es vielleicht eher Antriebslosigkeit, die den Personen stark beschäftigt und dann eher zu ergründen Wie das erleben bei der Person stattfindet dann letztendlich die Emotionen dahinter ernst zu nehmen.
00:09:57: Also wenn jemand das Gefühl hat, die Nachbarn zum Beispiel überwachen mich, da muss ich nicht sofort sagen ja das stimmt und ich muss aber auch nicht eine lange Diskussion darüber führen warum das nicht stimmen sollte um die Person irgendwie darüber zu überzeugen dass die Wahrnehmung falsch ist sondern zentral wäre er miteinander herauszufinden oder rückzumelden.
00:10:16: Ich spüre da eine gewisse Angst, ich merke da beschäftigt das etwas sehr, ich erlebte es sehr gestresst und wie kann ich dich unterstützen?
00:10:24: Also zentral ist letztendlich in Kontakt miteinander zu bleiben verlässlich zu sein in der Kommunikation ruhe auszustrahlen wertschätzend in der kommunikation zu sein um zu versuchen zu deeskalieren Und gleichzeitig aber auch auf der angehörigen Seite zu schauen wo die eigenen grenzen sind.
00:10:43: Wir wollen ja in dieser Folge auch Vorurteile abbauen.
00:10:46: Was sind denn Ihrer Meinung nach so die größten Vorurteil rund um Schizophrenie?
00:10:51: Und was würden Sie an der Stelle jetzt auch gerne korrigieren, sie finden ja zum Beispiel auch das der Begriff gar nicht so passt!
00:10:58: In kurz denke ich gibt es zentrale Vorurteile.
00:11:01: Das Erste ist, man denkt Menschen mit Schizophrenie hätten eine multible Persönlichkeit da.
00:11:06: das ist aber ein ganz anderes Störungsbild oft benannt als mutiple Persöhnlichkeit eher im Bereich der dissoziativen Identitätsstörung genanntes ganz andere Störung Bild.
00:11:15: Ein zweites sehr häufiges Vorurteil ist leider, dass man sagt Menschen mit Schizophrenie wären gefährlich oder unberechenbar.
00:11:22: Dieses Bild wird leider wie wir gerade schon angesprochen hatten auch in Filmen und Medien reproduziert entspricht aber so nicht der Realität.
00:11:29: Menschen mit schizophrenie sind viel häufiger leider von Gewalt- und Ausgrenzung betroffen Und ein leider sehr häufiges und negatives Bild der Schizophrenies.
00:11:39: wer einmal Schizophreni hat wird nie wieder gesund.
00:11:41: Und auch das stimmt nicht, denn Verläufe sind sehr unterschiedlich.
00:11:44: Sie sind sehr heterogen.
00:11:46: Menschen können ein sehr selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen vor allem in einer guten Behandlung.
00:11:51: Es gibt auch einen Teil von Patienten die schwerer betroffen sind aber auch dort gibt es gute Möglichkeiten mit der Krankheit umzugehen.
00:11:59: Mir wäre schon wichtig hier nochmal zu unterstreichen Es ist eine gesellschaftliche Frage, wie wir mit Stigmatisierung umgehen und es fängt mit allerlei Sprache an.
00:12:07: Wie oft hören wir das Begriff auch in der Politik?
00:12:09: In den Medien?
00:12:10: etwas ist shit zu frähen ja und damit wollen wir irgendwas darstellen was widersprüchlich irrationales nicht nachvollziehbar ist.
00:12:17: und vielleicht beginnt eben ein guter Umgang auch schon im alltäglichen mal über unsere Sprachen nachzudenken und zu schauen wie wir entstigmatisieren können.
00:12:24: mit einem Wort Und letztendlich handelt es sich um eine sehr vulnerable Gruppe.
00:12:28: in unserer Gesellschaft und bei Ihnen einer guten Demokratie sollten wir schauen, dass wir diese Gruppe auch gut integrieren können.
00:12:35: Welchen Begriff hätten Sie denn passen da wenn's jetzt nicht schizofrinierst?
00:12:38: Das ist eine Thematik, die schon länger tatsächlich thematisiert wird.
00:12:42: In verschiedenen Ländern, vor allem in Südostasien wurde der Begriff in Teilen schon umbenannt.
00:12:48: Wir haben hierzu auch im Artikel publiziert, gemeinsam mit Betroffenen wo wir verschiedene Begriffe beleuchten.
00:12:54: Ein prominenter Begriff, der immer wieder genannt wird, ist der sogenannte psychose Begriff oder psychose Spektrum Erkrankung und Störung, der viel mehr diese Heterogenität darstellt.
00:13:05: Am Ende Mir persönlich ist wichtig, dass gar nicht wir oder irgendwelche Kliniker diesen Namen umbenennen sondern das eine Umbenennung gemeinschaftlich stattfindet mit Betroffenen und Angehörigen.
00:13:16: Dass es eine breitere gesellschaftliche Debatte dadurch gibt denn nur durch einen Etikettenwechsel werden wir die Stigmatisierung nicht adäquat adressieren können.
00:13:25: aber es ist etwas ganz Zentrales denn gewisse Namen gewisse Begriffe produzieren Bilder in unserem Kopf und sind leider eben auch durch die mediale Darstelle mittlerweile stark geprägt.
00:13:38: Und ich denke, es wäre hier wichtig gemeinsam darüber nachzudenken und zu diskutieren wie so eine Namensveränderung aussehen
00:13:44: könnte.".
00:14:04: auf Wald.
00:14:06: Wie ihr gerade gehört habt ist Schizophrenie ein Thema mit sehr vielen Facetten, deswegen habe ich mich diesmal entschieden dieser Frage die gesamte Folge zu widmen.
00:14:15: aber beim nächsten mal gibt es auch wieder eine Alltagsfrage für euch.
00:14:19: also an der Stelle auch nochmal einen Aufruf an alle die zuhören schickt uns doch total gerne eure Fragen an weltataudio.de.
00:14:27: wir freuen uns immer riesig eurer Nachrichten Themenvorschläge und Anmerkungen zu lesen.
00:14:32: Also, in dem Sinne bis bald.
00:14:34: Ich freue mich wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid!
Neuer Kommentar