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Graue Haare - was Gene und Lebensstil ausmachen

Shownotes

Graue Haare kommen nicht nur mit dem Alter. Forschende sehen auch Stress, Ernährung und Umweltfaktoren als mögliche Auslöser. Warum manche Menschen früher ergrauen als andere – und unter welchen Bedingungen Haare ihre Farbe zurückbekommen können, das erklärt in dieser Folge Prof. Ulrike Blume-Peytavi, stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Außerdem geht es um die Frage, warum wir vor 150 Jahren noch circa 15 cm kleiner waren.

Hier findet Ihr die Studie zu grauen Haaren: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22716034/

Produktion: Serdar Deniz Redaktion: Antonia Beckermann

Ab sofort könnt Ihr als WELT-Abonnentin oder WELT-Abonnent jeden Montag eine Sonderfolge von Aha hören. In den ersten sechs Folgen geht es um Themen rund um Sexualität.

"Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen" ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.

Impressum: https://www.welt.de/services/article7893735/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html

Transkript anzeigen

00:00:00: Die einen finden sich schick.

00:00:01: Für die anderen sind sie ein täglicher Grund für Frustration.

00:00:05: Graue Haare!

00:00:06: Sicher ist, irgendwann werden wir alle grau – bei manchen ist es früher und bei andern später.

00:00:11: Warum der Zeitpunkt unterschiedlich ist?

00:00:13: Welche Rolle Stress dabei spielt?

00:00:15: Und ob graue Haaren auch wieder ihre Ursprungsfarbe zurück bekommen können?

00:00:19: Darüber sprechen wir heute.

00:00:21: Außerdem klären wir später die Frage, warum wir vor hundertfünfzig Jahren noch ca.

00:00:25: fünfzehn Zentimeter kleiner waren.

00:00:27: Herzlich willkommen euch allen zu dieser Folge von AHA.

00:00:30: Ich bin Antonia Beckermann, ich freue mich, dass ihr dabei seid!

00:00:33: AHA –

00:00:35: Zehn Minuten Alltagswissen Ein Podcast von Welt.

00:00:43: Habt Ihr schon mal von der Fünfzigfünftig-Fünfzig-Regel gehört?

00:00:47: Fünfzig Prozent der Menschen sollen mit fünfzig Jahren zu fünfzig Prozent grauer Haare haben.

00:00:52: Falls ihr diese Regel bisher nicht grantet das macht nichts.

00:00:55: sie stimmt nämlich so auch nicht.

00:00:57: Eine weltweite Erhebung aus dem Jahr zwölf hat gezeigt, dass der Prozentsatz nicht bei fünfzig Prozent liegt sondern zwischen sechs und dreiundzwanzig Prozent.

00:01:06: Aber egal wann sicher ist unsere Haare altern – genauer unsere Haarzellen und auch die Pigmentszellen!

00:01:13: Was da bei uns im Körper passiert das hört ihr gleich.

00:01:16: Es gibt aber auch Faktoren, die das Ergrauen unserer Haare beschleunigen, die nichts mit dem Alter zu tun haben.

00:01:21: Und genau hier haben wir Einfluss und können tatsächlich etwas tun, damit unsere Haare noch länger ihre Farbe

00:01:27: behalten.".

00:01:28: Was das ist?

00:01:30: Das erklärt uns jetzt Prof.

00:01:31: Dr.

00:01:31: Ulrike Blume-Petawie.

00:01:33: Sie isst stellvertretende Klinikdirektorin der Klinique für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité Universitätsmedizin Berlin.

00:01:47: Herzlichen Dank für die Einladung und ich freue mich auch auf unser Gespräch.

00:01:52: Fangen wir so ganz grundsätzlich einmal an, warum werden denn

00:01:55: unsere Haare

00:01:55: überhaupt grau?

00:01:56: Das Pigment der Haare, der Farbstoff der Haaren wird ja durch den Haar verlickelt das kleine Organ was das Haar produziert gebildet Und auch unserer Haarzellen und auch die Pigmentsellen Die also das pigment bilden die altern und in dem Sinne genetisch programmiert.

00:02:15: hören sie auf, ihr Melanin zu produzieren und dann wird sozusagen kein Farbstoff mehr oder weniger farbstoff produziert.

00:02:22: Und dann erscheint das Haar durchscheinen, dass Keratin, das Hornmaterial durchscheiden und dadurch wirkt es weiß- oder grau-krauschwärzlich wenn es eben dann noch Restigmente hat.

00:02:34: Alterntun wir ja alle.

00:02:35: unterscheidet sich denn auch die Haaralterung

00:02:37: irgendwie

00:02:37: bei Männern und Frauen?

00:02:39: Also ich würde nicht sagen, dass es Unterschiede gibt.

00:02:42: Aber das Wichtigste ist sind unsere Gene.

00:02:44: Das heißt, es gibt Familien wo frühe Erkrauen auch genetisch vorprogrammiertes also wo die Produktionsleistung früher abnimmt.

00:02:53: aber die schlechte Unterschiede sind mir jetzt nicht so bewusst.

00:02:57: Es wäre genau eine

00:02:58: Frage gewesen

00:02:58: warum eitern denn manche Menschen früher als andere?

00:03:01: Das heißt es hat hauptsächlich was mit Genen

00:03:03: zu tun?

00:03:04: Es sind nicht nur die Gene es sind doch Umwelteinflüsse.

00:03:06: wenn sie sagen Alterung.

00:03:08: Alterung UV-Einwirkungen führt zu einer beschleunigten Alterung der Haut per See, es gibt viele Faktoren Rauchen Alkohol Ernährung sind viele Kurvaktoren die dann zu unserer genetischen Position hinzukommen.

00:03:23: und welche Rolle spielen auch so Sachen wie Stress oder Nährstoffmangel?

00:03:28: Also gibt's da wirklich ein wissenschaftlich belegten Zusammenhang oder ist das ein Mythos?

00:03:32: Das ist kein Mythos.

00:03:34: Stress kann zu grau werdende Haare führen, aber vor allem eben durch immunologische Signalkaskaden.

00:03:42: D.h.,

00:03:43: es gibt eine sogenannte Hirnhaarachse oder Hirnhautachse d.h.

00:03:49: vom Gehirn kommen bis zur Haut- oder zum Haarsignale und die führen dann wieder dazu das bestimmte Wachstums-, oder Vermehrungsprotesse eingestellt werden.

00:04:01: An unserem Gehen können wir ja nicht viel daran tun, aber können wir sonst das Erkrauen unserer Haare irgendwie verhindern?

00:04:07: Leider noch nicht.

00:04:09: Das heißt, wir könnten natürlich sagen, wir ändern unseren Lebensstil

00:04:13: etc.,

00:04:14: Aber das Erkrauen ist ein genetisches Programm wo wir wirklich noch keinen Signalgeber haben der das wieder anschalten kann.

00:04:23: Es gibt einige Berichte, dass bestimmte Medikamente gerade bei Chemotherapien ist es wieder gesehen worden.

00:04:29: Dass dann noch einmal wieder dieser genetische Produktionsweg angeschaltet wird also das Pigment wieder auf einmal vermehrt produziert wird.

00:04:38: aber da scheinen andere Faktoren eine Rolle zu spielen als jetzt, dass wir es gezielt beeinflussen können.

00:04:45: Okay das heißt wenn wir einmal graue Haare haben, dann können wir nicht außer befärben sie natürlich die ursprüngliche Farbe wieder zurück bekommen

00:04:52: durch unser Zutun, bis auf eine Ausnahme.

00:04:56: Zum Beispiel Eisenmangel.

00:04:58: Wenn Sie schweren Eisenmangeln haben kommt es zu einer Unterbrechung der Melaninsynthese.

00:05:02: Das heißt zum Beispiel wenn ich jetzt ein junges Kind habe einen Jugendlichen kommt immer mal wieder vor da kommen die Eltern und sagen mein Sohn wird schon grau.

00:05:10: was könnte dahinterstehen?

00:05:12: Und da findet man ganz häufig gerade bei Jugendlichen oder bei Kindern Eisenmangele und wenn sie das Eisen wieder substituieren dann wachsen die Haare nach.

00:05:20: Es gibt es denn sonst noch für neue

00:05:23: Forschungsansätze oder Therapien, um Haaralterung

00:05:27: zu verlangsamen.

00:05:28: Falls es das gibt?

00:05:29: Also die Alterungsprozesse, das wollen wir auch bei der Haut.

00:05:32: Wir unterfüttern gerne mit Collagen.

00:05:35: Es wird Hyaluronsäure verwendet

00:05:37: etc.,

00:05:38: dass man wieder Ausgleichdefekte, die eingetreten sind... Aber die Haaralterung, da kann ich vor allem in der Prävention eine wichtige Rolle spielen.

00:05:48: Das heißt also... Ich schütze meinen Haar von der Sonne!

00:05:52: Ich verwende UV-Schutz auch auf der Kopfhaut zum Beispiel oder ich ernähre mich ausgewogen proteinreich dass es gar nicht erst zu dem Prozess kommt.

00:06:04: Frau Gluhmepeter, wie ich danke Ihnen sehr für Ihre Antworten.

00:06:07: Sehr gerne

00:06:09: und wir bleiben auch im zweiten Teil dieser Folge bei unserem Körper genauer bei unserer Größe.

00:06:15: Wir finden gleich heraus, warum Menschen vor hundertfünfzig Jahren noch viel kleiner waren.

00:06:21: Warum ist das so?

00:06:23: Die kleine Alltagsfrage Männer in Deutschland sind heute im Schnitt ein Meter neunundsebzig groß Frauen etwa einen Meter sechsundsechzig.

00:06:33: Das Erstaunliche.

00:06:34: Vor Hundertfünftig Jahren waren wir circa fünfzehn Zentimeter kleiner.

00:06:38: Woran liegt es Ganz?

00:06:40: grundsätzlich hängt unsere Größe von zwei Dingen ab Von der Genetik und von Umweltfaktoren.

00:06:45: Bis ins späte neunzehnte Jahrhundert zum Beispiel herrschten deutlich schlechtere Lebensbedingungen als heute.

00:06:51: Die Menschen litten an Unterernährung und Krankheiten.

00:06:54: Expertin-und-Experten gehen davon aus, dass in dieser Zeit mehr Energien das Überleben und Freudpflanzen investiert wurde als in die Körpergröße – und bekommt ein Kind zu wenig zu essen.

00:07:03: dann pausiert z.B.

00:07:05: das Wachstum bis die Mangelernährungsausgeglichen ist.

00:07:08: Seit dem späten neunzenten Jahrhundert wurden die Lebensbedinger stetig besser, die Menschen wurden immer größer.

00:07:14: Zahlen zeigen auch heute noch, dass in Ländern mit schlechterer Lebensqualität Männer und Frauen kleiner sind als in anderen wohlhabenderen Ländern.

00:07:23: Forschende haben allerdings herausgefunden, das seit den neunzehntundhundertsiebziger Jahren die Körpergröße in einigen Industrieländern stagniert.

00:07:30: Gründe dafür könnten unter anderem das genetische Plateau sein.

00:07:35: Das beschreibt die Obergrenze der Körpergrösse, die ein Mensch basierend auf seiner DNA erreichen kann.

00:07:41: Eine weitere Erklärung ist die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung.

00:07:44: Immer mehr Menschen leben außerhalb ihrer Herkunftslander, sodass an einem Ort unterschiedliche genetische Voraussetzungen aufeinandertreffen.

00:07:52: Und falls ihr euch jetzt noch fragt warum Männer größer sind als Frauen – da sind die Geschlechtshermone der wichtigste Faktor!

00:07:58: Testosteron fördert während der Pubertät stärker das Längenwachstum von Knochen und Muskeln.

00:08:03: Es drogen sorgt dagegen dafür dass sich die Wachstumsfugen der Knoche früher schließen.

00:08:09: Deshalb wachsen Mädchen früher aber insgesamt meist eben nicht so lange Wehung.

00:08:14: Und noch ein lustiger Faktor aus Deutschland zum Schluss.

00:08:18: Ratet mal, in welchem Bundesland die Menschen besonders groß sind!

00:08:22: Ich wäre nicht sofort draufgekommen – besonders groß ist die Menschen tatsächlich in Hamburg mit einer Körpergröße von einem Meter dreiundsiebzig und die kleinsten leben in Deutschland im Saarland mit einer Durchschnitts-Große von einen Meter einundsibzig.

00:08:37: Danke an meine Kollegin Lynn Pinders, die sich für uns in die Rätsel um die Grüße hineinbegeben hat.

00:08:42: Und zum Abschluss dieser Folge würde mich natürlich noch interessieren ob ihr eher Fan von grauen Haaren seid oder nicht?

00:08:48: Macht auch mit bei unserer kurzen Umfrage bei Spotify und schreibt gerne auch in die Kommentare!

00:08:53: Ich sag tschüss für heute, bleibt gesund, bleibt neugierig und ich freue mich auf euch in der nächsten Folge.

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