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Nähe oder Freiraum – Was Kinder wirklich brauchen

Shownotes

Kinder brauchen Geborgenheit, aber auch Freiraum. Aber wann stärkt Nähe – und wann beginnt Überbehütung? Wann ist Hilfe sinnvoll und wann bremst sie die Selbstständigkeit? Gast dieser Folge ist Katja Seide. Sie arbeitet als Sonderpädagogin mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, Autismus, und Lernbehinderungen. Außerdem ist sie Podcasterin und gemeinsam mit Danielle Graf Autorin des Blogs und der gleichnamigen Bücher "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten". Sie erklärt, warum Frust wichtig ist, wie Eltern Signale richtig deuten und weshalb klare Grenzen die Entwicklung stärken können.

Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Stimmt es, dass man Eier anpieksen muss, damit sie nicht platzen?

Für eine weitere Folge von Aha, habe ich mit Kathy Weber über gewaltfreie Kommunikation in der Familie gesprochen. Die Folge könnt ihr hier hören: Bei Spotify: https://open.spotify.com/episode/5K5SWdx8qDQRoHzsbsSbuS Bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/zm/podcast/stressfrei-als-familie-wie-das-funktionieren-kann/id1637836095?i=1000600718556

Hier könnt Ihr den Podcast “Das gewünschteste Wunschkind” hören: https://open.spotify.com/show/5JGtseedumnUHh7Ack1g47 Hier findet Ihr mehr Informationen zu Katja Seide: https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/

Hier findet Ihr Studien zum Thema Ei: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032579119553597?via%3Dihub https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00071667308416055

Produktion: Serdar Deniz Redaktion: Antonia Beckermann

Noch mehr "Aha!"- Folgen gibt es bei WELTplus und Apple Podcasts. Alle zwei Wochen am Montag eine neue Folge. Hier bei WELT hören: https://www.welt.de/podcasts/aha-zehn-minuten-alltags-wissen/plus246844328/Noch-mehr-Alltagswissen-Aha-Bonus-Folgen-fuer-Abonnenten-Podcast.html.

"Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen" ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.

Impressum: https://www.welt.de/services/article7893735/Impressum.html Datenschutz: https://www.welt.de/services/article157550705/Datenschutzerklaerung-WELT-DIGITAL.html

Transkript anzeigen

00:00:02: Nähe ist in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern essentiell.

00:00:05: Sie gibt Sicherheit, stärkt Bindung und fördert die Entwicklung.

00:00:09: Doch wann wird aus nähe Überbehütung?

00:00:12: Und wie gelingt es Grenzen zu setzen ohne die Beziehungen zu belasten?

00:00:16: Darüber sprechen wir in dieser Folge.

00:00:18: Ich bin Antonia Beckermann.

00:00:19: Legen wir los!

00:00:20: Aha!

00:00:22: Zehn Minuten Alltagswissen Ein Podcast von Welt.

00:00:30: Kinder brauchen näher.

00:00:31: Das zeigen zahlreiche Studien zur Bindungsforschung.

00:00:35: Eine sichere, emotionale Bindung in den ersten Lebensjahren gilt als entscheidend für die psychische Gesundheit und soziale Entwicklung.

00:00:42: Gleichzeitig kennen viele Eltern diese Unsicherheit – wie viel Nähe ist richtig ohne die Selbstständigkeit des Kindes zu beeinträchtigen?

00:00:49: Ab wann ist man vielleicht auch überfürsorglich?

00:00:52: Stichwort Helikoptereltern!

00:00:54: Wo sind Grenzen wichtig und wo sind sie zuviel?

00:00:57: Über diese feine Balance zwischen Geborgenheit und Abgrenzung, spreche ich jetzt mit Katja Seide.

00:01:03: Sie arbeitet als Sonderpädagogin mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, Autismus- und Lernbehinderung.

00:01:08: Außerdem ist sie Podcasterin und gemeinsam mit Danielle Graf, Autorinnen des Blogs und der gleichnamigen Bücher das gewünschte Wunschkind aller Zeiten!

00:01:18: Hallo Frau Seide, schön dass Sie da sind.

00:01:20: Ja, schön, dass Sie mich eingelernt haben.

00:01:24: Eltern haben ja so manchmal das Gefühl, sie müssten sich irgendwie entscheiden.

00:01:27: Entweder Nähe geben den Kindern oder eben Freiraum lassen.

00:01:31: Ich frage mich ist es überhaupt ein echter Gegensatz?

00:01:33: Oder geht nicht auch einfach beides?

00:01:35: Nee!

00:01:35: Das ist gar kein Gegensatz sondern genau die Art und Weise wie menschliche Kinder selbst vertrauen und Selbstwertgefühl Und auch eine Selbstwirksamkeitserwartung aufbauen.

00:01:45: Also man kennt ja diese Sprichwort Man muss Kindern Wurzeln und Flügel geben Und das ist genau das.

00:01:51: Also frei rumlassen, wenn sie etwas ausprobieren wollen und nie geben, wenn Sie zu uns zurückkommen um wieder aufzutanken.

00:02:00: Das kennen Eltern wahrscheinlich aus so einer Krabbelgruppe.

00:02:03: also wenn die Kinder auf dem Schoß der Eltern sitzen gucken sie erst mal sich den Raum von dort an und kriegen dann die Sicherheit um loszukrabbeln wenn sie irgendwie ein Spielzeug sehen.

00:02:12: und dann krabbelen sie eben auch das Spielzeug los und untersuchen es und gehen vielleicht noch weiter in ihren Raum rein.

00:02:19: Und dann merkt man so den Kindern an, okay?

00:02:21: Ich merke gerade.

00:02:23: Ich bin von meinen Eltern weit wegkrabbelt und dann kommen die zurück und wollen auf den Schoß.

00:02:28: Genau das ist der Kreis der Sicherheit, der für die Kinder total wichtig ist.

00:02:33: Wie ist es denn bei ein bisschen größeren Kindern?

00:02:35: Woran merk ich als Eltern, ob mein Kind mehr nähe oder eben mehr Freiraum braucht?

00:02:42: In der Regel sagen uns das unsere Kinder ja!

00:02:45: Sie signalisieren zum Beispiel, dass sie auf unseren Schoß bauen oder sagen uns das auch.

00:02:50: Oder sie nehmen jetzt unsere Hand damit wir was für sie tun oder sie stoßen uns weg und meckern oder sagen nein alleine machen.

00:02:58: also diese diese Signale senden unsere Kinder definitiv aus auch wenn sie schon ein bisschen größer sind und auch schon reden können.

00:03:06: Das Ding ist, dass man sie feinfühlig erkennen muss Und da kommen dann unsere eigenen Glaubenssätze so ein bisschen bei uns in den Weg.

00:03:14: Also wenn man jetzt als Elternteil das Gefühl hat, nee, das müsste mein Kind jetzt aber alleine können oder nee, jetzt helfe ich nicht weil es muss es ja mal lernen Dann ist es so dass wir die unsere Feindschüligkeit so'n bisschen verlieren Weil eben unsere eigene Erfahrung aus unserer eigenen Kindheit da somit rein spielt und dann unterbrechen wir diesen Kreis der Sicherheit.

00:03:39: Also wenn wir unsere Hilfe verweigern, weil wir halt sagen nee das müsste mein Kind können.

00:03:44: Das ist schlecht oder auch schlecht es auch, wenn wir so unserem Kind zugucken, wenn's was macht und dann vor Mitleid wie zerfließen und sagen oh ich helfe dir jetzt mal bevor das Kind gefragt hat um Hilfe.

00:03:57: Das is'auch nicht so ganz

00:03:59: gut.".

00:04:00: Und wenn wir uns jetzt aber so eine Situation vorstellen, mein Kind will was alleine machen?

00:04:03: Es klappt nicht!

00:04:03: Das Kind ist frustriert... Halt ich mich dann komplett zurück?

00:04:08: oder ab wann gehe ich vielleicht doch auch rein, selbst wenn das Kind mich nicht fragt?

00:04:12: Also Frust ist ja erstmal ein ganz wichtiger Motor und wir sollten unseren Kindern also zur Weiterentwicklung.

00:04:18: Wir sollten seinen Kindern absolut zumuten da auch einen Teil Frustrationen auszuhalten.

00:04:23: Das steckt ja einem Wort Zumuten auch schon drin.

00:04:26: Ich gebe dir den Mut ein bisschen aus zu halten Und es ist schon so, dass wir als Eltern erst mal ganz entspannt neben unseren Kindern sitzen können und zugucken können wie ein Kind irgendwie was macht auch wenn das da so ein kleines bisschen frustriert.

00:04:40: Also bei Babys, wenn die auf dem Bauch liegen zum Beispiel, das finden die ja meistens total unschön und fangen dann an irgendwie um zu meckern oder zu nirgeln und da muss man nicht gleich eingereifen diese kleine Frustration die hilft den Kindern sich weiter zu entwickeln und selber sich zu befreien aus der Situation.

00:05:00: Und irgendwann kommt dann aber der Moment, wo man hört dass es dem Kind so viel wird.

00:05:07: Es ist meistens kurz vom Bein, wo dann dieses Dingeln und nörgeln einen ganz energischen Ton bekommt.

00:05:14: Das ist der Moment wo ich immer gesagt habe jetzt hat mein Kind um Hilfe gebeten Und da habe ich dann eingegriffen, es kann vorkommen dass wir zu spät sind.

00:05:24: Also das wir dieses Signal zu späte entschlüsseln und dann das Kind anfängt zu weinen.

00:05:30: Und viele Eltern haben Angst vor diesen Weinen aber das ist gar nicht.

00:05:33: unser Job ist nicht zu verhindern des unsere Kinderweinen sondern unser Job is unseren Kindern ihre Gefühle zu erklären und das zu begleiten.

00:05:43: Also man muss dann eben verbalisieren, ui!

00:05:46: Das hat dich jetzt echt richtig toll frustriert.

00:05:48: und jetzt weinst du und deine Tränen.

00:05:51: die sagen aus dass du was versucht hast aber dass du es nicht geschafft hast.

00:05:55: Und ist das okay?

00:05:56: Komm mal her wir können kuscheln.

00:05:58: Was man so sagt is also Feindfühligkeit unterscheidet sich von Überbehütung eben darin Dass die Eltern die Bedürfnisse erst dann befriedigen wenn das Kind sie äußert also wenn sie in das Kind um Hilfe bittet.

00:06:10: und auf der anderen Seite unterscheidet sich Feindfühligkeit von Vernachlässigungen darin, dass bei Vernachläsigung eben Hilfe und Unterstützung absichtlich vorenthalten wird damit das Kind selbstständig wird.

00:06:23: Und beides also Überbehütung und Vernachlassigung sind falsch.

00:06:28: Großes Thema bei Eltern ist ja auch immer so dieses Thema Grenzen setzen.

00:06:31: wie viel Grenzen kann ich setzen?

00:06:32: Wie viele Grenzen sollte ich setzen?

00:06:34: und dann eben die Angst, dass wenn wir klare Grenzen setzten, die Angst aus ihrer Sicht berechtigt.

00:06:44: Nee, so pauschal kann man das nicht sagen.

00:06:46: also im Gegenteil.

00:06:47: wir wissen ja aus den neunzehnhundertsechziger Jahren da gab es Eltern die sich ganz bewusst abgewendet haben davor Grenzen zu setzen.

00:06:56: Also von der klassische autoritären Erziehung haben sie sich abgewendet und haben eben Antiautorität erzogen.

00:07:01: Man weiß aber mittlerweile dass diese Kinder gar nicht so glücklich geworden sind.

00:07:06: also Studien deuten eher darauf hin dazu geführt hat, dass die aggressiver waren.

00:07:13: Die war nicht so sozial.

00:07:14: Sie hatten kein großes Selbstbewusstsein und sie hatten dafür eine Tendenz zu Depressionen und Angststörungen.

00:07:21: Das heißt das Ausbleiben von Grenzen oder von Widerständen kann die kindliche Fähigkeit Schwächen mit Schwierigkeiten umzugehen also Resilienz aufzubauen Und die Frustrations-Toleranz kann sich nicht entwickeln.

00:07:34: und persönliche Rückschläge und Misserfolge können ähnlich gut ausgehalten und überwunden werden.

00:07:39: Und es ist tatsächlich nicht so, dass wenn man Kinder ohne Begrenzung einfach machen lässt.

00:07:45: Dann kommt es bei denen häufig nicht als liebevolle Unterstützung an sondern eher so als ich bin mein Eltern nicht wichtig.

00:07:54: Also Grenzen sind schon wichtig und Eltern brauchen keine Angst haben das Grenzen die Beziehung belasten.

00:08:01: im Gegenteil sie Kinder brauchen Bedürfnisbefriedigung ja aber sie brauchen auch bedürftiges Frustrationen und Bedeutungsaufschub.

00:08:08: Andererseits ist es aber wichtig zu gucken, wann man eine Grenze setzt.

00:08:13: Also oder wie man die ganze sitzt?

00:08:16: Haben Sie da ein Vertipps für uns?

00:08:17: Es gibt so ein paar Grundfragen, wie man sich stellen kann ob eine Grenz jetzt wirklich wichtig ist oder nicht.

00:08:23: und diese Grundfragen sind erst mal ist das lebensgefährdend oder gesundheitsgefährdet.

00:08:29: Das ist klar.

00:08:29: also wenn beides ist, so ein Kind darf nicht über die Straße rennen.

00:08:33: Da muss ne Grenze hin.

00:08:34: Dann ist es problematisch, wenn das kaputt geht.

00:08:36: Also mein Kind mit irgendwas spielen lasse was sehr wertvoll ist dann... Ist es blöd?

00:08:43: Das heißt, wenn es kaputt gehen kann und dass mir nicht so wichtig ist, dann kann ich meinen Kinder mit spielen lassen.

00:08:48: aber wenn's irgendwie wertvoll isst dann muss ich sie wegnehmen, da muss sich eine Grenze sitzen.

00:08:53: Die nächste Frage ist verletztes die Grenze eines anderen?

00:08:56: also es ganz klar irgendwo keine Ahnung, im Büro meines Steuerberater Sitz und mein Kind dabei habe.

00:09:03: Dann kann das natürlich nicht da am Computer spielen oder aus der Steckdose den Stecker rausziehen.

00:09:09: Da ist eine Grenze die ich setzen muss weil es die Grenze eines anderen

00:09:12: überschreitet.".

00:09:13: Und die letzte Frage, dies ein bisschen knifflig, weil Eltern das häufig nicht wissen.

00:09:18: aber die Frage isst es kindentwicklungspsychologisch in der Lage das Nein einzuhalten?

00:09:25: Und ein Beispiel wäre zum Beispiel, wenn wir jetzt einen achtzehnten Monate altes Kind haben was im Kindergarten oder keine Ahnung in der Spielgruppe andere Kinder beißt dann müsste man dem ja eigentlich stoppsagen weil es die Grenze eines anderen Kindes überschreitet.

00:09:39: Das Kind ist aber nicht in der Lage nicht zu weißen.

00:09:42: das heißt mein Job als Elternteil ist diese Grenze jetzt nicht meinem Kind zu sagen weil das sowieso nicht einhalten kann aber immer eng bei meinem Kind zu sein, um die anderen Kinder zu schützen.

00:09:53: Und das Kind kurz bevor es bei ist so umlenken, dass es das nicht tut?

00:09:57: Gibt es denn irgendetwas was Eltern häufig vielleicht gut meinen, was aber in Bezug auf Nähe oder Freiraum vielleicht sogar eher kontraproduktiv ist?

00:10:06: Was ich aber häufig sehe und was wirklich gut gemeint ist – das weiß ich!

00:10:10: sind Eltern, die ihnen ein Kind zu etwas zwingen.

00:10:13: Weil sie wissen es wird ihm gefallen und wenn es nur jetzt diese kleine Angst überwindet dann würde sich freuen.

00:10:19: also zum Beispiel auf dem Spielplatz sehe ich häufig Eltern deren Kind oben auf der Rutsche sitzt und das traut sich nicht zu rutschen und die Eltern stehen halt unten und ziehen so ein bisschen am Fuß weil Sie halt wissen Wenn es sich überwindelt dann wird das Rutschen total toll finden und vielleicht ist es auch so.

00:10:38: Aber zumindest Kinder im Kindergartenalter, also Babys und bis zum Schuleintritt wissen Kinder fantastisch genau was ihr Körper kann und was er nicht kann.

00:10:48: Sie haben eine ganz, ganz gutes Gespür dafür, was noch zu viel ist.

00:10:53: Und wenn Eltern diese Entwicklungsangst die sie da haben oben auf der Rutsche immer wieder übergehen und sagen nee ich kann das besser einschätzen als du das wird schon cool dann lernt das Kind nicht auf seinen eigenen Ängsten oder seinen eigenen Körper zu hören, sondern es wird darauf trainiert nach außen zu gucken und bei anderen zu hören ob das jetzt okay ist was es da macht oder nicht.

00:11:18: Und das wiederum ist schwierig weil's sich in Situationen manövrieren kann wo es wirklich gefährlich würde.

00:11:25: Das sind Dinge die wir nicht tun sollten.

00:11:26: was sind denn andersrum?

00:11:28: vielleicht kleine alltagstraugliche Möglichkeiten womit wir Eltern Die Selbstständigkeit unserer Kinder jetzt stärken können, ohne sie zu überfordern.

00:11:38: Jedes Kind will sicher weiterentwickeln und es wird immer Bescheid sagen wenn er das probieren will.

00:11:42: Und dann sollten die Eltern wirklichs ja sagen auch wenn man denkt dass das Kind noch so klein ist.

00:11:48: zum Beispiel haben meine beiden Töchter mit dreieinhalb gesagt dass sie zum Bäcker allein erlaufen wollen.

00:11:55: Ich habe sie auch alleine gehen lassen.

00:11:56: ich hab natürlich ein Sicherheitsnetz gespannt.

00:11:58: ich hätte eingreifen können.

00:12:00: Unsere Kinder werden uns sagen, was sie tun wollen.

00:12:02: Mit dem Messer eine Gurke schneiden oder mitkochen.

00:12:06: Also ganz viele Sachen im Kindergartenalter kommen total früh und die Eltern sagen dann ah nee dafür bist du noch zu klein.

00:12:13: Oder es ist für uns anstrengend wenn unser Kind den Boden wüscht weil das uns viel mehr Arbeit machte als es machen sollte.

00:12:21: aber das ist wichtig weil Kinder das Gefühl brauchen einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft zu geben.

00:12:30: Dieses Gefühl, ich bin ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft.

00:12:33: Ich bin ein wichtiger Teil unserer Familie.

00:12:36: Das ist ein großer Punkt um Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit auch zu entwickeln.

00:12:44: Und dementsprechend ist es wichtig dass unsere Kinder Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft bekommen immer innerhalb des Familiensystems.

00:12:51: Und ich meine damit nicht so pseude Aufgaben wie Blumen gießen mit vier alleine zum Spielplatz zu laufen oder keine Ahnung, ein Brot einzukaufen.

00:13:01: Das Ja!

00:13:02: Da müssen wir uns Eltern überwinden und wenn unser Kind etwas machen will dann sollten wir auf jeden Fall Ja sagen.

00:13:09: Frau Seide, wir haben das jetzt hier im Gespräch ja auch schon gemerkt Zeit haben mit Kindern um Dinge zu erklären und aufzuarbeiten ist zentral.

00:13:16: was raten sie denn Eltern die voll berufstätig sind?

00:13:18: Und die eh schon ständig das Gefühl haben Job- und Karriere eben nicht unter einen Hut zu bekommen weil immer die Zeit fehlt?

00:13:24: Es kommt ja nicht auf die Länge der Zeit an, die man mit dem Kind hat.

00:13:28: Sondern wenn man das mittags aus einem Kindergarten abholt dann ist eben diese Zeit die Wichtige und in der Zeit kann man auch den Wünschen des Kindes folgen oder den Bedürfnissen bzw.

00:13:40: des Kindens.

00:13:41: Also mein Motto ist immer go with the flow also guck was dein Kind möchte!

00:13:46: Auch in dieser Zeit, in dieser einer zwei Stunden Nach der Kita hat vor dem Abendbrot und guckt, wohin das Kind dich führt.

00:13:54: Und gehe nur in diesen beiden Stunden einfach mit dem was dein Kind will.

00:14:00: Das reicht vollkommen aus!

00:14:02: Die Feindfülligkeit in den zwei Stunden ist genauso wichtig wie wenn man jetzt einen ganzen Tag zu Hause ist mit dem Kind.

00:14:09: da ist man auch nicht hundert Prozent die ganze Zeit beim Kind.

00:14:12: Insofern finde ich es nicht problematisch.

00:14:15: Frau Seide, das war auch ganz positive Worte zum Abschluss.

00:14:18: Ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit!

00:14:20: Ja

00:14:41: gerne!

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